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Bericht vom AGA-ASSISTENZÄRZTE- FELLOWSHIP KNIE 18.-30.9.2017

Datum: 03.10.2017

 

 

Bericht von Verena Krickl und Dominik Mathis

 

AGA-ASSISTENZÄRZTE- FELLOWSHIP KNIE

 

Reisestationen:

18.09. - 20.09.17 Prof. Frosch, Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg

21.09. - 22.09.17 Prof. Lobenhoffer, go:h Hannover

25.09. - 26.09.17 Prof. Steinwachs, Sportclinic Zürich

27.09. - 28.09.17 Prof. Imhoff, Abteilung für Sportorthopädie, TU München

29.09. - 30.09.17 AGA-Akademie Kurs Knie, Salzburg

 

 

Kurz vor 07:30 Uhr startete am Montag, den 18.09.2017, unser 2-wöchiges AGA Assistenzärzte Knie-Fellowship, welches uns quer durch das deutschsprachige Europa führte.

 

Wir wurden herzlich von Herrn Prof. Karl-Heinz Frosch in der Asklepios-Klinik St. Georg in Hamburg empfangen und konnten ihn und sein Team direkt in der Frühbesprechung kennen lernen. Einblicke erhielten wir in den klinischen Alltag sowohl in der Sprechstunde als auch im Operationssaal. Beeindruckt waren wir von seiner Philosophie und seinem Verständnis der ligamentären Kniegelenksverletzunge

 

Ausführlich demonstrierte und erläuterte uns Prof. Frosch differenzierte Untersuchungstechniken in seiner Sprechstunde. Operativ konnten wir Einblicke sowohl in die Rekonstruktionstechniken des vorderen als auch hinteren Kreuzbandes und Seitenbänder erhalten, sei es bei primären als auch Revisionseingriffen oder sogar Aplasien. Von Oberarzt Herr Dr. Akoto wurde uns die arthroskopische HKB-Bracing-Technik und die offene knöcherne HKB-Refixation näher gebracht. Hochspezialisierte OP-Techniken wie die Rekonstruktion einer in Fehlstellung verheilten lateralen Tibiakopffraktur, welche mit einem „biologischen“ Schlitten versorgt wurde, beeindruckten uns sehr.

 

Die Fellows mit Prof. Karl-Heinz Frosch (links).

 

 

Nach drei spannenden und lehrreichen Tagen in Hamburg ging unsere Reise weiter nach Hannover in die Praxis „go-h“ zu Prof. Philipp Lobenhoffer, PD Jens Agneskirchner, Dr. Markus Tröger und Dr. Kristian Kley. Die perfekte OP- und Praxisorganisation war eine faszinierende Erfahrung. Wir hatten Gelegenheit sowohl Prof. Lobenhoffer als auch Dr. Kley und PD Dr. Agneskirchner über die Schulter zu schauen. Aus erster Hand erfuhren wir Hintergründe, Ideologien und durchdachte Indikationsstellungen bezüglich Osteotomien am distalen Femur und der proximalen Tibia als auch zur unikondylären endoprothetischen Versorgung. Anhand eindrücklicher Fallbeispiele und einer Patientenvisite wurden uns die postoperativen Resultate, im speziellen die unmittelbare, nahezu freie Beweglichkeit und vollständige Muskelaktivierung, persönlich und sehr ausführlich durch Prof. Lobenhoffer veranschaulicht. Besonders imponiert hat uns die äusserst schnelle, präzise und minimal-invasive Operationstechnik - insbesondere bei einer Doppelosteomie am Knie.

 

v.li. n. re: Dr. Kristian Kley, Dr. Dominic Mathis, Prof. Dr. Philipp Lobenhoffer, PD Dr. Jens Agneskirchner, Dr. Verena Krickl

 

Am Montag, den 25.09.2017, wurden wir von Prof. Matthias Steinwachs in der Sportclinic Zürich wärmstens empfangen und in die „Welt des Knorpels“ eingeführt. In den zwei Tagen wurde uns bewusst, welch einen Stellenwert die Biologie in den Behandlungsansätzen spielt. Wir lernten viele differenzierte und individuelle Therapieformen von der Mikrofrakturierung über die Mosaikplastik und AMIC bis hin zur Knorpelzelltransplantation kennen. Interessant zu sehen war auch das Praxiskonzept mit Anbindung an die beeindruckende Ausstattung und das voll umfängliche Angebot der Hirslanden-Klinik mit Blick über den „Züri-See“. Wir durften den Patienteneinschluss in eine verblindete, prospektiv-randomisierte Studie erleben. Im sehr offenen und ehrlichen Gespräch mit Prof. Steinwachs erhielten wir Einblicke in seinen persönlichen Werdegang von einer universitären Laufbahn mit Chefarztposition hin zu einem Praxispartner, was wir immens geschätzt haben.

 

Im OP mitr Prof. Steinwachs

 

 

Zwei weitere und extrem lehrreiche Tage erlebten wir im Anschluss in der Sportorthopädie München unter der Leitung von Prof. IDr. Andreasd B. mhoff. Von seinem gesamten Team wurden wir herzlich im Rahmen der Frühbesprechung begrüsst. Im Anschluss ging es direkt weiter zur gemeinsamen Visite. Sowohl im OP als auch in der Sprechstunde bekamen wir dann einen Einblick in das gesamte Spektrum der rekonstruktiven Gelenkchirurgie: Von Meniskusinterventionen über eine HKB- und Außenbandapparatrekonstruktion nach Kniegelenksluxation bis hin zur Knorpeltherapie mittels ACT und Adressierung der Patellainstabilität. Auch Umstellungsosteotomien sowohl femoral als auch tibial wurden uns demonstriert. Sehr beeindruckt waren wir von der wissenschaftliche Expertise der gesamten Abteilung. Besonders bedanken möchten wir uns für die Einladung zum gemeinsamen Oktoberfest-Besuch der Sportorthopädie am Mittwochabend – ein tolles und in Erinnerung bleibendes Erlebnis.

Mit Prof. Dr. Andreas B. Imhoff am Münchner Oktoberfest.

 

 

Den Abschluss des Fellowships bildete der AGA-Akademie Kurs Meniskus & Knorpel / Instabilität, Osteotomien & Patella in Salzburg unter der wiss. Leitung von Dr. Florian Dirisamer . An zwei Kurstagen konnten wir viele Inhalte der vergangenen vierzehn Tage sowohl theoretisch als auch praktisch rekapitulieren. Durch die hochrangig besetzen Vortragenden und Instruktoren war dieser Kurs sehr wertvoll und gut geeignet, um seine praktischen Fertigkeiten auszubauen.

 

 

Wir bedanken uns herzlich bei der AGA für die Unterstützung und die Möglichkeit, diese zwei sehr spannenden und lehrreichen Wochen erleben zu dürfen. Besonderen Dank gilt Prof. Frosch und Dr. Akoto in Hamburg, Prof. Lobenhoffer, PD Dr. Agneskirchner und Dr. Kley in Hannover, Prof. Steinwachs in Zürich sowie Prof. Imhoff mit seinem gesamten Team in München – vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Erläuterungen und die Zeit, welche sie für uns aufgebracht haben. 

 

Verena Krickl und Dominic Mathis

      Dr. med. Verena Krickl, Sportklinik Stuttgart, Deutschland

  Dr.med.  Dominic Mathis, Kantonspital Baselland, Bruderholz, Schweiz

 

 

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