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Bericht von der AGA-Smith&Nephew Hüftarthroskopie Hospitationsreise 3.-9.11.2013

Die AGA-Smith&Nephew Hüftarthroskopie Hospitationsreise 2013 begannen wir dieses Jahr in Begleitung von Herrn Zestermann ( Smith&Nephew) bei unseren österreichischen Nachbarn in Wien.
Mit dabei waren von Nord nach Süd PD Dr. Peter.C. Kreuz (Rostock) , Dr. Bettina Kniesel (Stuttgart) und Dr. Markus Mayr ( Bozen).

In Wien durften wir bei Primarius Dr. Gebhart in der Privatklinik Döbling unsere Hospitation beginnen. Neben Tricks bei der Lagerung und Abdeckung war für uns vor allem das Pfannenrandtrimming und die anschließende Labrumrefixation mit sparsamer Weichteil- und Kapselresektion mit begleitender Cam-Resektion spannend. Als komplexer Fall folgte direkt eine ebenso interessante Revisionsarthroskopie.
Im Anschluss blieb noch etwas Zeit für ein tolles wienerisches Essen im „Plachuta“ sowie anschließender Stadtführung.

Am frühen Abend ging es dann weiter nach Luzern. Hier konnten wir mit Blick aufs Wasser den ersten Tag Revue passieren lassen bevor es am nächsten Morgen weiter nach Wolhusen ging.
Im Luzerner Kantonsspital Wolhusen lernten wir bei Dr. Herzog eine andere Herangehensweise kennen mit sorgfältiger Präparation extrakapsulär peripher und anschließender Kapsulotomie und Präparation nach zentral . Auch hier sahen wir einige komplexe Eingriffe mit kombiniertem Pfannenrandttrimming, Labrumrefixation und Cam Resektion mit insgesamt sehr kurzen Traktionszeiten und für uns neuer Lagerungstechnik - und das Ganze musikalisch untermalt aus klangvoller OP-Sound-Anlage in sehr entspannter Atmosphäre.

Am Abend ging es weiter durch den tiefen Schwarzwald nach Bad Herrenalb. Hier hatte uns das Regentief, welches uns die ganze Woche begleiten sollte, schon fest im Griff und wir konnten gut nachvollziehen wie es zur Namensgebung des Schwarzwaldes kam.
Am nächsten Tag zeigte sich in der Arcus Sportklinik in Pforzheim schon in der Eingangshalle dass hinter dieser Klinik ein neues Gesamtkonzept steht und unter anderem der Klinikcharakter zurücktritt. Dieser Eindruck bestätigt sich später während des professionell geführten Rundganges.
Im Op durften wir uns direkt unkompliziert wieder mit an den Tisch einwaschen. Bei Dr. Miehlke lernten wir wieder eine etwas andere Portalpositionierung in central first Technik kennen. Auch hier waren interessante komplexe Fälle sowie eine Revisionsoperation einbestellt und wir sahen eine weitere Technik und neue Aspekte der Pfannenranddarstellung und Camresektion.
Durch wie bei den anderen Operateuren für uns beeindruckend zügige OP Zeiten blieb am Nachmittag Zeit für einen Ausflug ins UNESCO Weltkulturerbe Kloster Maulbronn bevor es am Abend dann weiter vom Flughafen Stuttgart direkt nach Berlin ging.

Am Folgetag setzten wir unsere Hospitation bei Dr. Möckel in der Asklepios Klinik Birkenwerder fort.
Auch hier durften wir uns direkt mit an den Tisch einwaschen und 3 sehr interessante Fälle aus nächster Nähe miterleben. Nebst extra verlegtem OP Tag wurden auch hier für uns spezielle Fälle und eine Revisionsoperation einbestellt. Über die central first Technik sowie zusätzlicher Portalanlage peripher und Ballooning-Technik mit Kapselausdünnung durften wir nun miterleben dass sich auch ohne ausgedehnte Kapsulotomie bei entsprechender Erfahrung eine sehr schöne Pfannenranddarstellung mit Reduktion und Labrumrefixation sowie ein Camtrimming durchführen lässt.
Unterstützung bekamen wir, wie auch in allen anderen Häusern, von sehr freundlichem und hilfsbereitem Pflegeteam, in Birkenwerder sogar in extravaganten Leopard-Print-Bleischürzen (siehe Bilddokumentation).

Nachdem wir unsere abenteuerliche Taxi-Rückfahrt nach Berlin, mit konsequentem ignorieren aller roten Ampeln und entgegengesetzt der Fahrtrichtung aller behindernden Einbahnstraßen überlebt hatten, gab es abends Erholung und Möglichkeit zur Diskussion der OP Erlebnisse mit Dr. Möckel und Dr. Hinder bei einem sehr guten asiatischen Essen.
In den nächsten zwei Tagen erhielten wir im Rahmen des AGA-Akademie Kurses an der Anatomie der Berliner Charité  eine Wiederholung aller theoretischen Grundlagen sowie nochmals eine Übersicht über die verschiedenen Portaltechniken, Tipps und Tricks. Im Anschluss konnten wir dann das während unserer einwöchigen Hospitationsreise erlebte an Hüft Präparaten in die Tat umsetzten, Naht- und Ankeranlage sowie zentrale und periphere Zugangsweisen üben. Unterstützt wurden wir hierbei durch hervorragende Instruktoren sowie eine sehr gute Betreuung durch die Industrie mit Bereitstellung gut ausgestatteter ASK Türme und mit einer großen Auswahl an Instrumentarium und Verbrauchsmaterialien.

Für die sehr lehrreiche und schöne Hospitationsreise, welche uns alle auf dem Gebiet der Hüftarthroskopie einen großen Schritt weitergeholfen hat,
möchten wir uns hiermit nochmals sehr herzlich bei allen Operateuren und OP Teams sowie den Instruktoren des Kurses bedanken.

Unser besonderer Dank gilt zudem den Organisatoren von Seiten der AGA sowie nicht zuletzt Herrn Zestermann, welcher auch dieses Jahr die komplette Reise hervorragend geplant und organisiert hatte, sowie uns verlässlich und sehr angenehm auf unserer Reise begleitet hat.

 
Dr. med. Bettina Kniesel
Krankenhaus Bad Cannstatt
D-Stuttgart


PD Dr. med.Peter Kreuz
Orthopädische Klinik und Poliklinik
D-Rostock


PD Dr. med. Markus Mayr
Sporstclinic Italy 
IT-Bozen

 

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