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Reisebericht zum AGA-Ellenbogen- Fellowship von 17.-23. Sept. 2017

 

Unerwartet erreichte uns die Email mit der Zusage für das AGA-Ellenbogenfellowship 2017   Noch unerwarteter und erfreulicher war, dass wir beide einige Zeit zuvor gemeinsam in der ATOS Klinik in München unsere ersten Schritte in Richtung Schulter- und Ellenbogenchirurgie gemacht hatten.
Unsere Reise begann bereits vor dem Fellowship mit der Teilnahme an der SECEC, die bestückt mit internationalen Referenten und Instruktorenkursen einen perfekten Einstieg in die Woche bot.

Nach einem freien Sonntag in Berlin, ging es abends endlich los.

 

 

Dr. Kathi Thiele aus dem Team des Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité in Berlin holte uns zum gemeinsamen Abendessen und Kennenlernen ab. In diesem Rahmen wurde uns bereits angedeutet, dass die Belegschaft der Charité über einen Streik verhandelte. Es kam wie es kommen musste:

 

Bei unserer Ankunft am nächsten Morgen wurden die Streikplakate aufgehängt. Prof. Markus Scheibel und Dr. Kathi Thiele kümmerten sich trotz der wideren Umstände schnell um ein Alternativprogramm. Nach der Frühbesprechung und Falldemonstration ging es daher theoretisch um das Ellenbogengelenk, mit einem Einblick in die Forschungsprojekte der Charité. Gegen Mittag stellte sich dann heraus, dass sogar noch zwei Operationen stattfinden konnten. Und so konnten wir noch eine arthroskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion und eine ACG Instabilität sehen. Als Wiedergutmachung wurden wir von Prof. Scheibel zum BISC 2018 eingeladen – nicht der schlechteste Deal!

 

                           

Prof. Markus Scheibel                                   Charité Campus Virchow Klinikum, Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie​

 

An dieser Stelle gilt unser großer Dank neben Prof. Scheibel besonders Kathi Thiele, die sich förmlich ein Bein ausgerissen hat, um sich neben dem an dem Tag total chaotischen Klinikbetrieb auch noch um uns zu kümmern.

 


Von Berlin aus ging es direkt ins schöne Hamburg. Bei einem Abendspaziergang vom Hafen bis ins Portugiesenviertel haben wir unseren neuen Gastgeber kennengelernt. PD Dr. Konrad Mader - Asklepios Klinik Altona hat uns mehr als herzlich empfangen und uns nicht nur in die Versorgungsphilosophien am Ellenbogen eingeweiht, sondern auch begeistert von den norddeutschen Hansestädten, Kunst und Kultur erzählt. Konrad Mader lebt wie er spricht: Sein Arztzimmer ist ein kleines Einod mit liebevoll zusammengetragenen Designerschätzen, 3D Modellen zu geplanten Korrekturosteosynthesen, einem motorbetriebenen, höhenverstellbaren Schreibtisch und vielen anderen Schätzen.

 

Am nächsten Tag zeigte uns Konrad dann live das Verfahren der Distraktionsarthrolyse, erklärte hierbei jeden Schritt ausführlich und wies auf mögliche Pitfalls hin. Des Weiteren liefen an dem Tag noch eine offene Arthrolyse des Ellenbogengelenks und eine Olecranon Osteosynthese.

 

Wer einmal die Gelegenheit bekommt, Konrad Mader zu besuchen: take that chance! Es ist wirklich nicht nur chirurgisch eindrucksvoll, sondern der ganze Besuch ist ein tolles Erlebnis. Danke, Konrad!

 

Mit PD Dr. Konrad Mader zwischen den Operationen

 


Am späten Nachmittag machten wir uns auf zu unserer nächsten Station nach Hannover zu Prof. Lill  und seinem Team vom Diakovere Friederikenstift . Bei einem gemeinsamen Abendessen trafen wir nicht nur Prof. Lill und Alexander Ellwein, die sich während unseres Aufenthalts hervorragend um uns kümmerten, sondern lernten auch direkt einen weiteren Teil des Teams inm gemütlicher Atmosphäre kennen.

Nach der Visite am nächsten Morgen ging es dann zur Morgenbesprechung und Fortbildung bei Kaffee, Donuts und Brezeln. Inhalt der Fortbildung war passend zu unserem Aufenthalt „Verletzungen am Ellenbogengelenk“.

Das OP Programm für den Tag hätten die Hannoveraner nicht besser zusammenstellen können mit einer Korrekturosteotomie bei Monteggia Verletzung, einer Arthroskopie mit lateraler Bandplastik und einer Ellenbogen-TEP bei Fraktursituation. Bei allen Operationen standen wir direkt mit am Tisch und Prof. Lill erläuterte ausführlich die einzelnen Schritte und Entscheidungen. Bei einer Tasse Espresso im Chefbüro ließen wir
den Tag Revue passieren und diskutierten noch vereinzelte Fragestellungen.

 

Ein ganz herzliches Dankeschön auf diesem Wege dafür an das gesamte Team des Friederikenstifts!

 

Mit einem Teil des Teams um Professor Lill aus dem Friederikenstift inHannover

 

 


Dann ging es auch schon wieder weiter und ehe wir uns versahen, saßen wir im Zug nach Köln. Unsere letzte Station waren die Köln-Pforzheimer Ellenbogentage für die nächsten 3 Tage. Schön war vor allem auch, daß wir die meisten unserer Gastgeber, wiedertrafen.

 

Am ersten Abend erwartete uns bereits Michael Hackl (nach einem langen OP Tag) zum Abendessen im schönen Köln.

Die folgenden Tage waren gefüllt mit spannenden Vorträgen namhafter und internationaler Referenten mit anschließenden sehr lebhaften und kontroversen Diskussionen. Nachmittags konnten wir dann am Präparaten das erworbene Wissen unter Instruktion der Referenten praktisch in die Tat umsetzen. Erwähnt sei hier, dass die Gruppen aus zwei bis maximal drei Personen pro Präparat bestanden und so jeder einzelne genügend Zeit hatte für die Eingriffe.

 

An den Abendveranstaltungen, u. a. mit Referentenabend und Kongressabend, konnten wir unsere Gastgeber u. a. Prof. Lars Peter Müller, PD Dr. Kilian Wegmann, PD Dr. Andreas Lenich, Dr. Boris Hollinger, PD Dr. Klaus Burkhart und Dr. Michael Hackl näher kennenlernen und spannende Diskussionen führen.

 


Mit einem Teil der Faculty auf den Köln-Pforzheimer Ellenbogentagen

                   PD Dr. Andreas Lenich, Prof. Lars Peter Müller und PD Dr. Kilian Wegmann

 

Vielen Dank für die Einladung und die tolle Betreuung! Des Weiteren kam es zu einem regen Austausch mit den übrigen Referenten und Kongressteilnehmern.

 


Zusammenfassend können wir jedem nur die Teilnahme an zukünftigen Fellowships der AGA empfehlen und legen allen dabei den Ellenbogen ans Herz: Die Gastgeber waren großartig, wir wurden in allen Kliniken perfekt in die Abläufe eingebunden und haben bei jedem einzelnen den Eindruck gewonnen, herzlich willkommen zu sein! Keine Frage war zu dumm, kein Thema wurde ausgelassen! Krönender Abschluss waren die Köln- Pforzheimer Ellenbogentage, der praktisch sämtliche Themen des Ellenbogengelenks sowohl theoretisch als auch praktisch auf sehr hohem Niveau behandelte. Der Kongress war umfassend und ausgezeichnet organisiert! Die Faculty nahm uns sehr herzlich auf und kümmerte sich hervorragend um uns! Unser Dank gilt dem gesamten Orga-Team!

 

Insgesamt haben wir viele neue Bekanntschaften geschlossen und freuen uns, mit unserem neuen Wissen voll durchzustarten.
Ein ganz herzliches Dankeschön an die AGA auf diesem Wege und insbesondere auch an Frau Pinz, die unsere Reise perfekt vorbereitet und immer ein offenes Ohr für Rückfragen hatte.

 

Christina Graving und  Nael Hawi

 

Dr. med. Christina Garving
Krankenhaus Agatharied
Norbert-Kerkel-Platz
83734, Hausham
Deutschland

 

Priv.-Doz. Dr. med. Nael Hawi 
Medizinische Hochschule Hannover 
Unfallchirurgische Klinik 
Carl-Neuberg-Strasse 1
30625, Hannover
Deutschland

 

 

 

 

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