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Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie
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Bericht vom AGA-Assistenzärzte Fellowship Schulter von 6.-18.4.2018

 

Nach Zusage für das „AGA-Assistenzärzte Fellowship Schulter“ nahmen wir gleich Kontakt auf.
Die bisherigen Reiseberichte machten Vorfreude auf zwei spannende Wochen und so
machten wir uns sogleich an die Reiseplanung.

Fest stand als Auftakt bereits der „AGA- Akademiekurs Schulter“ in Düsseldorf. Und so waren
3 weitere Stationen zu planen die idealerweise für uns beide noch weitgehend unbekannt
waren.

 Am Ende einigten wir uns schnell auf die AGA-Instruktoren:
• Go:h Gelenkchirurgie, Orthopädie Hannover, PD Dr. Jens Agneskirchner
• Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie Charité, Berlin, Prof. Markus Scheibel
• Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Sportorthopädie, Abteilung für
  Sportorthopädie, TU München, Prof. Andreas Imhoff

 

BERLIN
Passenderweise trafen wir uns noch vor Beginn des eigentlichen Fellowships zum
International Shoulder Course in Berlin, zu dem uns Professor Scheibel freundlicherweise
eingeladen hatte.

 

DÜSSELDORF
Nach 2 spannenden Tagen mit hochkarätigen Redner und Vorträgen, machten wir uns direkt
von Berlin aus auf den Weg nach Düsseldorf um neues Wissen gleich im Hands-on im wetlab
am  „AGA- Akademiekurs Schulter“ in Düsseldorf.​auszuprobieren.

Die anwendungsbezogenen Vorträge, die kleinen Gruppen am Präparat, und
die tolle Unterstützung durch die Instruktoren ließen hier keine Wünsche offen und ließen viel
Freiraum zum arthroskopischen operieren.

 


Düsseldorf bei herrlichem Sonnenschein bevor es weiter zur „längsten Theke der Welt“ ging

 


Nach Abschluss des Kurses ging es nach einer abendlichen Tour durch die berühmte
Düsseldorfer Kneipen mit der „längsten Theke der Welt“ am Sonntag weiter zur ersten AGAInstruktor
Station nach Hannover.


HANNOVER
Als einer der versiertesten Arthroskopeure und eines prominenten Fürsprechers des
arthroskopischen Latarjet war Herr PD Dr. Jens Agneskirchner eine äußerst interessante
Adresse für uns. An den folgenden zwei Tagen konnten wir zahlreichen abwechslungsreichen
arthroskopischen und offenen Operationen beiwohnen, die differenzierte Diskussion
komplexer Krankheitsbilder der Schulter erleben und mitgestalten und ganz nebenbei einen
Einblick eine äußert gut strukturierte Praxis gewinnen. Glücklicherweise erlaubte es das
Patientengut sogar den arthroskopischen Latarjet live zu erleben.

 


PD Dr. Jens Agneskirchner bei der Durchführung eines arthroskopischen Latarjets


So verließen wir Hannover bereits mit vielen tollen Eindrücken.

 

Abschlussbild in Hannover: Lukas Ernstbrunner, Jens Agneskirchner und Kilian Rückl (v.l.n.r.)

 

 

BERLIN
Als nächste Station stand Berlin und die Charité Universitätsmedizin bei Prof. Scheibel auf dem
Programm. Am ersten Tag hatten wir die Möglichkeit an der Schulter-Sprechstunde
teilzunehmen. Eindrücklich war einerseits der hohe Patienten-Turnover. Andererseits
konnten wir von Prof. Scheibel sehr viel hinsichtlich Indikationsstellung anhand eines großen
Spektrums an Schulterpathologien lernen und uns dabei aktiv austauschen. Noch am selben
Tag durften wir an der Privatsprechstunde teilnehmen. Dabei wurde uns unter anderem die
Möglichkeiten der Schultersonographie einmalig dargeboten.

 

Privatsprechstunde mit Prof. Markus Scheibel: Lukas Ernstbrunner, Markus Scheibel und Kilian
Rückl (v.l.n.r.)

 

Den zweiten Tag verbrachten wir im OP mit PD Dr. Philipp Moroder und PD Dr. Stephan Pauly.
Das Highlight war dabei definitiv die arthroskopisch-assistierte AC-Gelenksstabilisierung,
welche uns mit Einsatz neuester Techniken durch Philipp Moroder gezeigt wurde.

 


Der Spaß kam nie zu kurz. Lukas Ernstbrunner, Philipp Moroder (hintere Reihe) und Kilian
Rückl (im Vordergrund)

 

 

Beide Operateure nahmen sich zwischen den Eingriffen viel Zeit um uns die jeweiligen
Schlüsselschritte und Pitfalls zu erläutern. An dieser Stelle würden wir uns gerne bei Philipp
und Stephan für die herzliche und kompetente Betreuung bedanken.
Nach einem feuchtfröhlichen Wochenende in Berlin ging es für uns weiter nach München zu
Prof. Imhoff und seinem Team der Sportorthopädie der TU München.

 

MÜNCHEN
Wir trafen uns früh am Morgen vor den Toren des Klinikum Rechts der Isar. Nach einem
schnellen Kaffee ging es direkt in die Frühbesprechung der Sportoprthopädischen Abteilung
von Herrn Prof. Imhoff. Wir hatten unbewusst einen besonderen Tag gewählt. Professor
Imhoff feierte mit seinem Team den 65. Geburtstag. Nach Übermittlung der
Geburtstagswünsche durch das gesamte Team begann die Tagesroutine mit der Stationsvisite.
Im Anschluss folgten wir Herrn Prof. Imhoff in die Sprechstunde. Hier begeisterte uns die sehr
dezidierte klinische Untersuchung und die detaillierte Erläuterung der Rationalen für die
jeweilige Therapieempfehlung. Der spannende Tag wurde gekörnt durch ein Get-together mit
Sekt und Naschwerk mit Vorführung eines durch das Team geschnittenes Video mit
Geburtstagsgrüßen aus allen Teilen der orthopädischen Welt. Der Tag fand einen
gebührenden Ausklang bei der anschließenden Geburtstagsfeier im Gegenüber, einer
Münchner Szene-Pizzeria.

 

Anstoßen mit Prof. Imhoff auf seinen 65. Geburtstag. Lukas Ernstbrunner, Prof. Andreas Imhoff
und Kilian Rückl (v.l.n.r.)

 

Am nächsten Tag ging es nach der frühmorgendlichen Routine in den OP in zwei Sälen wurden
hier arthroskopische und offene orthopädische Operationen an allen Gelenken durchgeführt.
Unter anderem konnten wir Bankartoperationen und die offene subpectorale
Bizepssehnentenodese durch Herrn Prof. Imhoff sowie Bandrekonstruktionen durch Herrn PD
Dr. Siebenlist erleben. Nach einem langen und spannenden OP Tag trafen wir uns abends in
einem Münchner Biergarten zu "Händl" und einem Hellen mit Kollegen der TUM. Am letzten Tag
des Fellowships stand dann noch ein weiterer spannender OP Tag mit
Umstellungsosteotomien und weiteren arthroskopischen Eingriffen auf dem Programm. Nach
einer herzlichen Verabschiedung durch Herrn Prof. Imhoff mussten auch wir uns – für’s erste
– verabschieden. 

 

Unsere Wege trennten sich ab hier zurück nach Zürich und Würzburg. Zwei
spannenden Wochen in verschiedensten Städten und Kliniken haben uns
zusammengeschweißt und eine echte Freundschaft entstehen lassen so dass das nächste
Wiedersehen, in Zürich oder Würzburg, fest ausgemacht ist.

 

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei den AGA Instruktoren aber auch bei deren
Mitarbeitern herzlich für den netten Empfang und die Umsorgung bedanken die wir an allen
Zentren erfahren haben. 

 

Der AGA danken wir, dass sie uns die Möglichkeit gegeben hat diese
tolle Erfahrung zu machen, und alle Assistenzärzten möchten wir ermutigen diese
angebotenen Möglichkeiten zu nutzen und sich auf die Fellowships zu bewerben.

 

Mit kollegialen Grüßen,
Kilian Rückl und Lukas Ernstbrunner

 

 

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