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Bericht vom Alwin Jäger Stiftung Basiskurs vom 2.11.-3.11.15

 

Basiskurs Knie- und Schulterarthroskopie für Anfänger im ArthroLab in München 


 

 

Dieses Jahr fand der von der Alwin-Jäger Stiftung initiierte Basiskurs für Knie- und Schulterarthroskopie im ArthroLab in München statt, das die idealen Bedingungen für die Ausbildung zum Arthroskopeur bot. Unter den Teilnehmern befanden sich auch vier AGA-Studenten,  die sich so viel schon vorweg, mehr als nur glücklich schätzen durften dieser einmaligen Veranstaltung beizuwohnen.

 

Der erste Tag begann mit der herzlichen Begrüßung im ArthroLab durch die Vorstandsvorsitzende der Alwin Jäger Stiftung Frau Heike Jäger und den Kursleiter und  Chefarzt der Abteilung für Sportorthopädie, Knie- und Schulterchirurgie der BGU Frankfurt am Main Dr. Frederic Welsch.

 

Der Begrüßung schloss sich ein erster Theorieteil an, in dem es um die Diagnostik und die Therapie des Kniegelenks ging. Den Start im ersten Theorieteil machte Dr. Björn Drews der uns einen sehr anschaulichen Vortrag zum diagnostischen Rundgang am Knie bot.

Gefolgt wurde er von Vorträgen von Prof. Gerhard Bauer, der uns die gängigen therapeutischen Maßnahmen bei Meniskusverletzungen näher brachte, PD Dr. Peter Brucker, der über die Verletzungsmechanismen des vorderen Kreuzbands referierte und schlussendlich von Dr. Tobias Vogel dessen Vortrag die Knorpelverletzungen am Kniegelenk zum Thema hatte.

 

So angeheizt durch die sehr schönen Vorträge brannten wir alle auch schon darauf gleich mit dem Arthroskopieren loszulegen, mussten uns aber noch ein bisschen gedulden, da zuvor noch ein leckeres, frisches und reichhaltiges Mittagessen in der Arthrex Kantine auf uns wartete.

 

Frisch gestärkt durften wir dann aber endlich mit dem ersten praktischen Abschnitt dieses Kurses loslegen, in dem wir uns zu zweit an jeweils ein Kniepräparat begeben durften und dieses im Laufe der nächsten fünf Stunden nach allen Regeln der Kunst beüben durften.

 

Jeweils zwei Arbeitsplätze wurde ein erfahrener Instruktor zugeordnet, was einem ein rasches und gut angeleitetes Arbeiten ermöglichte. Begonnen wurde mit der richtigen Portalanlage und dem diagnostischen Rundgang. Hatte man sich dann mit seinem Präparat bekannt gemacht durfte man über die Meniskusnaht und Meniskusteilresektion über Knorpelglättung, Mikrofrakturierung und OATS, sowie dem Durchführen einer VKB-Plastik richtig in die Vollen gehen. Unterstützt wurde man ebenfalls bestens vom Arthrex Team, das einem mit Rat und Tat beiseite stand und mit Garant war, für die Möglichkeit zum effizienten Trainieren der arthroskopischen Techniken und Fähigkeiten.

 

Am Ende des ersten praktischen Teils war den meisten Teilnehmern dann doch eine gewisse Erschöpfung ob des vielen Neuen anzumerken. Passenderweise trafen sich alle Beteiligten am Abend zum gemeinsamen gemütlichen Abendessen und fanden dort ausreichend Gelegenheit das Erlebte bei Speis und Trank sacken zu lassen.

 

Der zweite Tag war wie der vorhergegangene untergliedert in einen ersten Theorieteil und einen nachfolgenden praktischen Teil am Präparat im ArthroLab. Den Start machte PD Dr. Kaywan Izadpanah, der uns mit einem ersten Vortrag über den diagnostischen Rundgang und die Zugangswege der Schulter aufklärte. Von Prof. Dr. Andreas Imhoff gab es danach einen eindrucksvollen Vortrag zu Rotatorenmanschettelnäsionen, Dr. Claudius Zeiler referierte über die Instabilität des Schultergelenks, Dr. Philipp Minzlaff über AC-Gelenksverletzungen und PD Dr. Dirk Maier rundete das Programm mit einem Vortrag über die besonders in Freiburg gefürchtete Tendinitis calcarea und das Outlet Impingement ab.

 

Im zweiten praktischen Teil ging es dann auch folgerichtig an den Schulterpräparaten voll zur Sache. Auch diesmal war man wieder zu zweit am Präparat und wurde von einem erfahrenen Instruktor begleitet und angeleitet. Auf die Anlage der richtigen Portale wurde aus gegebenem Anlass großer Wert gelegt, da sie dem Arthroskopeur entweder viel Freude oder aber auch viel Kopfzerbrechen bei seinen nächsten Schritten bereiten können. Auch hier durften wir danach den arthroskopischen Rundgang üben, um dann nach dem Warm-up mit dem Debridement und der subakromialen Dekompression fortzufahren. Das Versorgen einer Rotatorenmanschettenruptur, einer Bankart Läsion und einer Bizepssehnenruptur ließ uns auch an diesem zweiten Tag voll und ganz auf unserer aller Kosten kommen.

 

Schweren Herzens mussten wir uns am Ende des Tages von unseren Präparaten und den neuen Freunden trennen. Abschließend kann man sagen, dass der „Basiskurs Knie- und Schulterarthroskopie“ der Alwin-Jäger-Stiftung eine einmalige Gelegenheit ist, unter professioneller Betreuung und in familiärer Atmosphäre die ersten Schritte der arthroskopischen Knie- und Schulterchirurgie zu erlernen. Die Veranstalter und Instruktoren verstanden es, an beiden Tagen Theorie und Praxis perfekt miteinander zu verknüpfen und dadurch bei uns Teilnehmern einen größtmöglichen Lernerfolg zu erzielen.

 

Einen großen Dank möchten wir AGA-Studenten an dieser Stelle noch dem Kursleiter Dr. Frederick Welsch und  Dr. Dr. Thomas Stein, allen Vortragenden und Instruktoren sowie Heike Jäger und Mirjam Bidner von der Alwin Jäger Stiftung für die hervorragende Organisation und Konzeption dieses einmaligen Arthroskopie-Kurses aussprechen. Wir alle schätzen uns sehr glücklich beim Alwin Jäger Kurs 2015 dabei gewesen zu sein!

 

 Emanuel Heidt, Natalie Allgaier, Jonas Schmalzl, Lukas Willinger

 

 

Emanuel Heidt

Organisator der AGA-Studenten 

Freiburg im Breisgau

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