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Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie
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Bericht vom AGA Akademiekurs Hüfte in Leipzig vom 19.-20. Oktober 2018

 

von Stefan Fickert und Christian Gatzka - AGA „Hüftkomitee“ 

 

 

Die Fortbildung aller Mitglieder ist seit Gründung der AGA ein wichtiger Bestandteil der Fachgesellschaft. Die zu diesem Zweck ins Leben gerufene AGA Akademiereihe „Hüfte“ ist für alle Mitglieder eine gute Möglichkeit sich kostengünstig und vor allem industrieneutral im Bereich der gelenkerhaltenden Hüftchirurgie weiterzubilden und zu trainieren. 

   

                                                                                                                                                    

Programm AGA-Akademiekurs

 

Am 19. und 20. Juni 2018 fand im Institut für Anatomie Leipzig der AGA-Akademiekurs „Arthroskopie des Hüftgelenkes“ statt, der von

PD Dr. Stefan Fickert (Straubing) und Dr. Christian Gatzka (Hamburg) organisiert wurde. Der Kurs ist hierbei zweitägig aufgebaut und in Theorie und Praxisteil untergliedert.

 

Am Vormittag des ersten Kurstages wurden in einem theoretischen Teil die Grundlagen zu Anatomie, Befundung und Differentialdiagnose sowie die Indikationen und notwendigen Voraussetzungen von gelenkerhaltenden Eingriffen behandelt.

 

 

Theorieteil im kleinen Hörsaal der Anatomie

 

Ein erstes praktisches „highlight“ war dann ein Rotationsworkshop, der neben der Anatomie am Präparat, die chirurgische Hüftluxation und die arthroskopisch assistierte „Mini-open“ Technik zum Thema hatte.

 

Im anschließenden Theorieteil wurden die  Grundlagen zu spezifischen Therapien des Cam- und Pincer-Impingements, sowie Labrum-, Knorpel-, LCF- und extraartikulären Pathologien gelehrt um dann gut gerüstet an die praktische Umsetzung am Präparat zu gehen. Bis zum späteren Abend konnten hier (die reale Situation bestmöglich simulierend) an den auf einem Extensionstisch gelagerten Körperspendern, die Zugänge zum zentralen Kompartiment, die Knorpeltherapie am Acetabulum und LCF- Pathologien geübt werden. Zur räumlichen Orientierung standen hier drei Bildverstärker zur Verfügung.

 

Der zweite Kurstag begann erneut mit einem theoretischen Teil zu Themen der operativen Therapie, den Ergebnissen und der Nachbehandlung von Hüftgelenkspathologien. Ein besonderes Augenmerk wurde hierbei den Fragen „Wann welches operative Verfahren sinnvoll ist“ und „Welche Komplikationen auftreten können“ gewidmet. Reichlich gewährte Zeit zur Diskussion der Vorträge wurden von den meisten Teilnehmer hierbei als positiv gewertet.

 

Im zweiten praktischen Teil übten die Teilnehmer dann intensiv die Taillierung des Kopf- und Schenkelhalses, aber auch bereits komplexere Techniken wie die Labrumnaht und die Knorpelzelltransplantation.

 

Foto aus der Anatomie „Live“ am Präparat mit Distraktionstisch und Bildverstärker

 

 

Im Unterschied zu den vorhergehenden Kursen am Hüftgelenk war dieser mit 3 (von der Industrie kostenfrei zur Verfügung gestellten) Simulatoren zur virtuellen Arthroskopie ausgestattet, was eine hervorragende Möglichkeit für jeden Teilnehmer schaffte diese intensiv zu nutzen und was zur Freude der Organisatoren auch reichlich geschah. Die gute Qualität der anatomischen Präparate ermöglichte ein der Realität vergleichbares Training.

 

Durch die Bereitschaft vieler Mitglieder des Hüftkomitees als Instruktoren zur Verfügung zu stehen wurde am Präparat ein 2:1 Teaching erreicht. Diese Intensivierung der Betreuung wurde von allen Teilnehmer als extrem wertvoll geschätzt.

 

Zusammenfassend ermöglichte der Kurs den Teilnehmern eine intensive theoretische Auseinandersetzung zu allen relevanten Aspekten der gelenkerhaltenden Hüftchirurgie und eine sehr praxisnahe Umsetzung in Realität und Virtualität. Dafür sei der Industrie durch die großzügige Bereitstellung der Infrastruktur, der Kongressorganisation (Congress Compact) für die perfekte Organisation und ganz besonders der AGA für die Möglichkeit zur Ausrichtung des Kurses in dieser Qualität sehr herzlich gedankt.

 

Wir bedanken uns zudem sehr bei folgenden Instruktoren, die mit tollen/ ggf. exzellenten Vorträgen den Kurs gestalteten und im praktischen Teil Ihre Erfahrung teilten: Dr. Bucher (Wolhusen), Prof. Dehghani (Halle), Prof. Gollwitzer (München), Dr. Hartmann (Dresden), Dr. Lampert (St. Gallen), Dr. Schröder (Berlin), Dr. Sobau (Pforzheim), Dr. Theopold (Leipzig), Dr. Zinser (Dinslaken).

 

 

Stefan Fickert und Christian Gatzka

 

 

Foto vor Anatomie mit allen Teilnehmern und Instruktoren

 

 

Sehen Sie hier die nächsten Termine der AGA-Akademiekurse.