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Bericht vom F.A.M.E. hands-on Kurs vom 25.11.-26.11.2016 in Salzburg

 

In Salzburg hatten am 25. und 26. November zwei AGA-Studenten aus Graz die Möglichkeit am F.A.M.E.® hands-on Kurs „Revisionseingriffe am vorderen und hinteren Kreuzband“ teilzunehmen. Die wissenschaftliche Leitung wurde von Prof. Dr. med. Michael Strobel getragen.

 

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. med. Strobel wurde der Theorieteil von ihm und den Referenten Dr. med. Christoph Kittl und Dr. med. Michael Wagner gehalten. Die Kurstage begannen mit einem Theorieteil gefolgt von Live Demonstrationen und Übungen am Humanpräparat und endeten mit interessanten Fallbesprechungen aus der Praxis.

 

Am ersten Tag wurde über Gründe für das Versagen, Transplantatmöglichkeiten, Hardware- und Tunnelmanagement von HKB & VKB Plastiken und Indikationen sowie Techniken bei Tunnelauffüllung referiert.

 

Es wurde die Bedeutung und Diagnostik der Peripherie bei Kreuzband-Rekonstruktionen hervorgehoben und auf Anatomie und Biomechanik der antero- und posterolateralen Gelenksecke, des ALL sowie der mediale Seite inkl. Rotationsinstabilitäten eingegangen.

 

Die Vorträge waren stets mit sehr schönen und anschaulichen Beispielen aus der Praxis der Vortragenden gespickt und wurden in angeregten Diskussionen mit dem Publikum abgeschlossen. Davon konnten wir Studenten sehr viel mitnehmen. Zudem wurde von den Vortragenden die Wichtigkeit anatomischer Kenntnisse und der klinischen Untersuchung hervorgehoben, vor allem dass diese trotz aller bildgebenden Verfahren immer noch eines der wichtigsten Instrumente des behandelnden Arztes ist.

 

Theorieeinheit mit Prof. Strobel

 

Im Anschluss gab es Live Demonstrationen zur tibialen und femoralen Tunnelauffüllungen (Strobel), QTB als Revisionstransplantat (Wagner) und peroneus longus splitgraft als Revisionstransplantat (Wagner).

 

Mit viel neuem Wissen durften wir zu den Humanpräparaten und eben Gelerntes und Gesehenes praktisch anwenden. Nach der arthroskopischen femoralen Tunnelauffüllung präparierten wir eben besprochene Strukturen (medial und lateral) und übten die Entnahmetechniken für Revisionstransplantate (QTB, Peroneus longus splitgraft, Hamstrings).


Theoretisch und praktisch für die Thematik sensibilisiert, wurde der Freitag mit drei Fallbeispielen von Prof. Dr. med. Michael Strobel in einer angeregten Diskussion abgeschlossen.

 

Am Abend fanden sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant St. Peter Stiftskeller ein, wo wir bei exzellentem Essen noch einmal Erfahrungen austauschen und den Tag revue passieren lassen konnten.

 

Am Samstag wurden die verschiedenen OP-Techniken für die anterolaterale Gelenksecke nach Lemaire, für die posterolaterale Gelenksecke modifiziert nach Larson und alternative Techniken, wie Bousquet und popliteofibularer Bypass sowie weitere Stabilisierungstechniken für die Peripherie des Kniegelenks vorgestellt.

 

Als Live Demonstrationen wurde der modifizierte Lemaire (Strobel), mediale Raffung modifiziert nach Hughston (Strobel) gezeigt.
In Kleingruppen konnten dann die gezeigten Techniken im WetLab unter detaillierter Anleitung der Instruktoren geübt werden.

 

Zum Abschluss möchte ich mich herzlich im Namen der AGA-Studenten bei der Firma Karl Storz und DIZG für die Bereitstellung der technischen Ausrüstung und bei Frau Petra Gräf von der Firma DJO Global für die ausgezeichnete Organisation des Kurses bedanken.

Sowie bei Prof. Dr. med. Michael Strobel für die wissenschaftliche Leitung und die Möglichkeit, dass wir an diesem exzellenten Kurs teilnehmen konnten.

 

v.l.n.r. Katrin Frischknecht, Petra Gräf, Sebastian Sorger, Prof. Strobel, Dr. Kittl, Jens Mattes, Dr. Wagner

 

Jens Mattes
AGA-Student
Medizinische Universität Graz

 

 

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