AGA
Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie
Aktuelles
AGA-Mitgliedsantrag
AGA-KONGRESS 2019 in Mannheim
Schließe Grafikleiste

Zurück zu Berichte Zurück zu Berichte

Bericht von der AGA-Studenten-Advanced School von 27.-28.1.2017 in Innsbruck

 

 

Von 27.01-28.01.2017 begrüßte das Organisationsteam rund um Armin Runer, Lukas Dankl und Patrik Ivusic 13 AGA Studenten zur diesjährigen und damit bereits vierten AGA-Studenten Advanced School.

Nach drei erfolgreichen Jahren dieses Formates in München ging es dieses Jahr zum ersten Mal nach Innsbruck. Veranstaltungsort war das Anatomische Institut der Medizinischen Universität Innsbruck.
Die wissenschaftliche Leitung hatte PD Dr. Christian Hoser.

 

Start war fam Freitag um 7:30 mit einigen Willkommensworten von Lukas Dankl. Auf Grund des intensiven Programmes ging man anschließend sofort in den theoretischen Part über.

 

  

vlnr.: Lukas Dankl, Armin Runer, Prof. Dr. Andreas Imhoff, Patrik Ivusic

 

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der oberen Extremität. Den Beginn machte Dr. Alexander Pieringer, welcher uns die topografische Anatomie von Schulter und Ellbogen näher brachte. Dabei wurde besonderer Wert auf Leitstrukturen und Gefäß-Nervenstraßen gelegt welche bei operativen Zugängen der jeweiligen Regionen besonders hohen Stellenwert haben.

Anschließend stellte uns PD Dr. Sebastian Siebenlist das Zugpferd im Schulterbereich, den deltoideopektoralen Zugang, vor. Zuerst ging man auf die wichtigsten Schritte wie Lagerung des Patienten, Landmarken, Schnittführung und Präparation bis zum Gelenk ein. Anschließend wurde dieser Zugang anhand eines Beispiels, in diesem Fall die Versorgung einer Schulterinstabilität nach Latarjet, nochmals wiederholt.


Der nächste Programmpunkt war der laterale Zugang zur Schulter, welcher von PD Dr. Christian Hengg präsentiert wurde. Die praktische Anwendung zeigte er anhand der operativen Versorgung einer Humerusfraktur mittels Marknagel.


Nach einer kurzen Stärkung in Form von Kaffee und Mehlspeisen übernahm wieder PD Dr. Sebastian Siebenlist das Wort. Sowohl lateraler, medialer als auch anteriorer Zugang zum Ellbogen wurden vorgestellt. Als mögliche Anwendungsgebiete ging man vor allem auf die distale Bizepssehnenruptur beziehungsweise die Radiuskopffraktur ein.


Um den letzten Theorieblock hatte sich Dr. Stefanie Erhart angenommen, die uns die wichtigsten Zugänge auf Höhe des Handgelenks und des distalen Unterarmes erklärte, wobei der Schwerpunkt auf die Therapie der distalen Radiusfraktur gelegt wurde.

 

Nachdem somit die wichtigsten operativen Therapien der oberen Extremität abgehandelt waren, hatte uns Felix Poetzschner der Firma Medi einige Orthesenprodukte zur konservativen Therapie beziehungsweise postoperativen Nachsorge präsentiert, welche die Studenten anschließend selber anlegen und probieren durften.

 

     

 

Der theoriebezogene Vormittag beschlossen wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen.

 

Am Nachmittag durften wir dann endlich selber Hand anlegen und das gehörte direkt am Präparat umsetzen und üben. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Anatomische Institut der Medizinischen Universität Innsbruck unter der Leitung von Dr. Erich Brenner, welcher uns vier mit Glycerin fixierte Ganzkörperpräparate zur Verfügung stellte. Somit kam kein Student zu kurz, da nur jeweils zwei Studenten pro Körperhälfte präparieren konnten.

 

             


Der praktische Teil startete jeweils mit einer Instruktion der Referenten direkt am Präparat ehe wir die Zugänge selber durchführen konnten. Besonders hervorzuheben ist, dass für jedes Studentenpaar je ein eigener Instruktor zur Verfügung stand und immer wieder Tipps gegeben beziehungsweise mögliche Unklarheiten beseitigt hat. 


Da am Nachmittag ganze fünf Stunden für das Präparieren eingeplant waren konnten alle Gelenke und etwaige Pitfalls ausführlich besprochen und diskutiert werden.

 

Am Abend ging es dann noch zum gemeinsamen Gesellschaftsabend in ein traditionelles Innsbrucker Lokal, wo wir bei Speis und Trank den tollen ersten Tag gemütlich ausklingen ließen.

 

In alter Frische startete der zweite Tag am Samstag um 8:00 mit einem gemeinsamen Frühstücksbuffet. Diesmal drehte sich dann alles um die Gelenke der unteren Extremität.
Gleich wie am Vortag startete man mit der Topografischen Anatomie, vorgestellt von Dr. Hannes Stofferin.

 

Anschließend war PD Dr. Christian Hoser an der Reihe. In einem tollen Vortrag lernten wir die wichtigsten Zugänge zum Kniegelenk kennen.

Der praktische Bezug wurde durch die Anwendung zur medialen und lateralen Kollateralbandversorgung hergestellt.

 

Als zweites Gelenk der UEX nahmen wir das Hüftgelenk durch. Assoc. Prof. Dr. Martin Thaler referierte über den anterioren Zugang nach Hüter und dessen Anwendung in der Hüftendoprothetik. 

 

Nach Kaffee und Kuchen ging es direkt über zum letzten Theorieblock, den Zugängen zum Sprunggelenk beziehungsweise zur distalen Tibia und Fibula. Referent war Dr. Christian Deml.

 

Passend zur behandelten Thematik stellte uns Felix Poetzschner von Medi auch am zweiten Tag wieder die wichtigsten Orthesen vor.

 

Nach gemeinsamen Mittagessen ging es nachmittags dann wieder in den Präpariersaal, wo wir wieder genügend Zeit hatten das Gehörte in Tat umzusetzen.


Beschlossen wurde die AGA-Studenten Advanced School mit einer kleinen Evaluierungsrunde und einem Quiz, wobei drei Studenten mit dem Buch „Checkliste Orthopädie“ belohnt wurden.

 

Im Namen der teilnehmenden AGA-Studenten möchte ich mich herzlichst bei PD Dr. Christian Hoser für die ausgezeichnete wissenschaftliche Leitung sowie bei allen Referenten (Dr. Christian Deml, Dr. Stefanie Erhart, PD Dr. Clemens Hengg, Dr. Alexander Pieringer, PD Dr. Sebastian Siebenlist, Dr. Hannes Stofferin und Assoc. Prof. Dr. Martin Thaler) bedanken.

Hervorheben möchte ich an dieser Stelle Prof. Dr. Andreas Imhoff, welcher uns im Seziersaal über die gesamten zwei Tage mit Rat und Tat zu Seite stand. Ebenso großen Dank möchte ich Dr. Theresa Diermeier, Dr. Lukas Willinger und Dr. Guido Wierer für die tolle Instruktion und die Betreuung am Präparat aussprechen.

 

Auch die diesjährige Advanced School in Innsbruck war wieder ein voller Erfolg, eine herausragende Veranstaltung und einmalige Möglichkeit für unfallchirurgisch/orthopädisch interessierte Studierende unter der Expertise von renommierten Operateuren direkt am Präparat Hand an zu legen und die wichtigsten operativen Zugänge zu üben. Dies wurde auch durch die sehr positive Resonanz aller Teilnehmer bestätigt.

 

Danken möchte ich auch den Sponsoren  und   ohne denen die Veranstaltung in diesem Format keinesfalls möglich gewesen wäre. 

DANKE an Armin Runer, Lukas Denkl und Patrik Ivusic für die hervorragende Organsation und den reibungslosen Ablauf.


Daniel Höfler
(AGA-Student, Innsbruck) 

 

 

 

 

 

 

Zurück zu Berichte Zurück zu Berichte